Ein Jahr voller guter Dinge

Zu Beginn des letzten Jahres stieß ich auf diese Idee – und verfolgte sie. Vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013 habe ich – so hoffe ich zumindest – für jedes gute Ereignis ein Zettelchen geschrieben und in eine Bumenvase geschmissen. Jaah – Blumenvase, weil ich gehofft hatte, dass viele gute Dinge passieren werden.
Und siehe da…sie war voll, meine Blumenvase.
Eine chronologische Aufreihung wird es aber nicht geben, dafür ist es erfreulicherweise zu viel.
Aber ein paar Highlights…

Beginnen wir damit, dass ich mich habe überreden lassen, mir eine Ponyfrisur zuzulegen, um nicht nur im Kopf, sondern auch darauf neu anzufangen…ich fand’s gut. Find ich immer noch. Kurz darauf habe ich dann auch den Kampf gegen meinen inneren Geek verloren… 9071_10200690013723993_838593496_n
Meine Mutter hat zwar einen mittelgroßen Herzinfarkt bekommen, als ich mit großer roter Brille aufgelaufen bin, aber alles in allem – das war die erste und fast beste Veränderung in diesem letzten Jahr.

Zweitens muss ich wieder einmal einige Loblieder auf die BFF – die Best Friend Forever – singen: Klar hatte dieses Jahr auch seine…nennen wir es mal Tiefpunkte. Aber dafür hat man ja ne BFF, ne…damit wir uns gegenseitig aus dem Jammerloch ziehen!

bff berlin

Wir sind – so Robin, der die maskuline Form der BFF ist, komplett irre…Wir drei waren zusammen Ende des Jahres in Teglte auf’m Lichtermarkt. Mit der Quintessenz: Ich alleine sei gut gelaunt schon schwer zu ertragen, wir zusammen allerdings eine mittelgroße Naturkatastrophe auf vier Beinen…wir reden zuviel, wir lästern ständig, immer diese Insider-Witze, die außer und niemand versteht, ständig am kichern…kurz: unerträglich… Wir, also die BFF und ich, hatten in diesem Jahr einige Pizza- und Raclette-Orgien, Fototouren, Rotwein-Exzesse, einen Bollywood-Filmabend (jaah! wir stehen dazu!), stundenlange Telefonate, etliche Jamme-Stunden und Tee-Sitzungen und viel viel Spaß.

Was mich drittens zu Robin selbst bringt. Wobei er nicht alleine ist, sondern mit einigen anderen eine, meine, unverrückbare Mauer zum Anlehnen und Abstützen bildet; ein kollektiver humaner Sandsack zum Dampf ablassen, wenn’s nötig ist; meine Besten:
Robin, „mit Bluetooth ist alles besser, das wirst du auch noch verstehen“, „The Big Bang ist wohl voll cool“, „Ey, deine Logik ist so was von unlogisch“
Martin, oder Doktor der BWL soon to be, „Schlechten Menschen geht’s doch immer gut“ und „Beweis mir erst mal das Gegenteil!“
Domi, mein Domi, „die personifizierte Grauzone der logischen Argumentation“, der einzige, der mich „Kleene“ nenne darf…
Alex, oder auch diskussionsfreunde.de…vergisst nichts, was man ihm erzählt, verwendet es aber im Zweifel gegen mich und widerlegt mich quasi mit mir selbst…
Die Vier … ich lass nichts, aber auch gar nichts auf sie kommen. Verstehen tut sie zwar selten einer, aber – das ist sowas von egal. Solange wir uns gegenseitig verstehen!

Nicht vergessen darf ich meine Zechenführungen. Hab das, glaub ich, an anderer Stelle schon mal erzählt, dass ich seit März 2013 Zechenführungen auf Carl (Zeche Carl, Essen-Altenessn) historische Führungen über’s Zechengelände durchführe. Und dabei lustig aussehe…

extraschicht2013_1
Zur Etraschicht – Die Lange Nacht der Industriekultur gab’s noch originale Kumpelhemden – aus extrem dicker Baumwolle…was uns ja überhaupt nichts ausgemacht hat am 06.07. – es war ja gar nicht soooo warm, bloß 35°C oder so..aber lustig war’s!!! Und auf so einer Zechenführung trifft man sehr interessante, lustige und nette Leute: pottbluemchen

Eines Sonntags hatte ich ein Ehepaar aus Essen-Karnap da, die beide auf Carl gearbeitet haben. Sie in der Kantine, er als Kumpel – natürlich. Aber nur als Lehrling.
Im Gespräch kam interessanterweise heraus, dass er nach seiner Lehre auf „Schlägel und Eisen“ in Herten-Langenbochum gearbeitet hat, wo er lustigerweise fast 20 Jahre lang mit einem der direkten Nachbarn meiner Eltern zusammengearbeitet hat.

An einem Freitag vormittag im Juli war eine Gruppe des Integrationskurses des Diakonischen Werkes da. Lauter nette Damen, deren Eltern in den 50ern aus der Türkei zum arbeiten nach Essen gekommen sind. „Jetzt wohnen wir schon so lange hier und waren noch nicht einmal auf Zeche gewesen.“ Die Mädels waren weniger an der Geschichte der Zeche interessiert, als viel mehr an den alltäglichen Abläufen in so einem Betrieb. Die auf 45min angelegte Führung dauerte dann auch mal eben drei Stunden und bei dem Gedanken an den abschließenden Raki bekomme ich heute noch Kopfschmerzen…aber das war so ’ne süße Gruppe!!! Da hatte ich wirklich sehr viel Spaß mit denen!!

Ein Zettel zu einem Gig im Mai im Ruhrcongress./Bochum. Oh hoo! Ja. Das war der Marler Medienpreis für Menschenrechte, integriert in die Jahreshauptversammlung von amnesty international.
fernsehpreisGute Sache. Über die Organisation als solche kann ich wenig schlechtes sagen. Über die Organisatoren schon, aber das gehrt hier nicht hin. Die lusitge Annekdote dazu aber schon: Armin Rohde ist ein oller Schluckspecht und grabbelt Leute an. Iihhhhhks. Aber wir, ich hab den Termin mit einer befreundeten Pianistin gespielt, haben viel Lob und Zuspruch und Anerkennung bekommen für unsere Performance. Darunter eine sehr schne Saophon-Improvisation auf Cohen’s „Hallelujah“ und Mercury’s „Heaven for Everyone“ – ärgerlich ist nur, dass ich immer noch nicht die Video-Aufnahmen dazu bekommen habe, weil die Organisatoren…aber lassen wir das…ich bleibe hartnäckig und werd das schon noch kriegen…!!!

Nach einem mehr als sehr durchwachsenem Jahr 2012, das mich wirklich an den Rand der Verzweiflung getrieben hat, hab ich am 16.03.2013 auf einen meiner Zettel geschrieben „2013 fühlt sich jetzt schon 1030x besser an als 2012! Hoffe, das geht so weiter!!“

Es ging. Bis auf einige kleine Aussetzter, aber mal ehrlich – die gibt’s jedes Jahr und bei jedem!! – hat mir in diesem Jahr wirklich viel Freude bereitet:
Ich hab Zettel geschrieben über Pizza-Orgien, Bier-Abende, Fototouren und Roadtrips nach Amsterdam, alte wiedergefundene und neugefundene Freunde, Jobwechsel (wo mir immer noch mein Arbeitszeugnis fehlt…), einen, meinen, runden Geburtstag – sehr gelungen! – Fototouren und Shopping-Trips und allerlei „Kleinigkeite“, die mir aber viel bedeuten, geschrieben.

2013 war gut für mich. Das hab ich mir so ungefähr Mitte November mal überlegt. Und dabei ist mir eingefallen, dass ich das ein oder andere vergessen habe, aufzuschreiben. Deshalb gab’s einen Platzhalter…IMG_20140116_234358

Es konnte ja aber auch keiner ahnen, dass das dicke Ende – so nach dem abgehalfterten Motto „Das Beste kommt zum Schluß!“ – tatsächlich erst noch kommt…
Die meisten Zettelchen hat eine Sache bekommen, die erst im November, naja, also es war eigentlich schon fast Dezember, angefangen hat…Der erste Zettel „Ein zwangloses Treffen zwischen entfernten Bekannten wird zu einem sehr tollen „Fast-Date (oder war das schon ein Date?!)“. Was war da passiert? Nachdem mein kleines Herzchen wieder zusammengewachsen war und ich ein schnes Jahr hatte, steht da auf einmal einer, der mich im Sturm erobert und alles vergessen macht und mit mir zusammen den so sehr gewünschten Neustart durchzieht. Beide extrem angeschlagen und geschädigt in Sachen Beziehungen. Aber egal, ne.
Wenn’s passt, dann passt’s halt einfach.
Und deshalb hab ich am 20.12. den letzten Zettel geschrieben mit unseren Namen und dem Datum.
Mehr nicht. Das Beste kommt eben doch zum Schluß!

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