Prioritätenverscheibung

Ehrlich gesagt geht mir gerade so viel im Kopf ‚rum, dass ich nicht wirklich weiß, wo genau ich anfangen soll…

Damit, dass ich ganz bestimmt heute Nacht nicht schlafen werde, wegen des wunderbaren Vollmonds, der mit seiner silbernen Fratze genau auf mein Kopfkissen scheint? Und selbst dann, wenn ich auf’s Sofa im Wohnzimmer umziehe, keinen Schlaf finde – weil: Vollmond.

Damit, dass ich den ganzen Tag tapfer Tränen zurückgehalten habe? Tränen, die ich mich weigere zu vergießen, mich innerlich aber zerfressen. Grund für diese Tränen – tjajaah…oh, es klingelte das Telefon und ich nahm ab und eine Freundin sagte „Och, mir war grad voll langweilig. Da dachte ich, du könntest mich mal ein bisschen ablenken, weil du hast ja eh nichts zu tun, weil du alleine bist“. Und das, ja tatsächlich, das war der Original-Wortlaut. Herzerfrischend… Auch möglich, dass mir fast die Tränen kommen, weil man mir wieder einmal sagen musste, dass ich mich nicht so wichtig nehmen soll. Denn man hat seine „Prioritäten geändert, da kann ich nicht mehr so viel mit dir reden“. Viel…was bedeutet das jetzt? Oh jaah – viel…wir haben sehr oft und viel und ausführlich immer gequatscht in den letzten Monaten. Ich glaub, seit August bestimmt sogar zwei Mal…tut mir leid, dass ich da Zeit geraubt habe.

Obwohl ich am liebsten damit anfangen würde, dass ich heute ein Zitat von Thomas Merton (1915-1968) gelsen habe, der sagte „We do not find the meaning of life by ourselves alone, we find it with another.“ Passen dazu fiel mir dann eines von -wait for it! -Shah Rukh Khan (jajaja, genau, dass ist dieser Bollywood-Hampelmann) ein, der in einem Film sagte „Life is like a film, it always has a happy ending and if there is no happy ending it means that the film is not done yet.“ Oh hey – surprising news: Life’s not a movie!! Dein Leben nicht, meines nich gleich viel weniger!! Und ich bringe kaum noch die Kraft auf, auf mein Happy End zu warten. Weil ich ziemich genau weiß, dass es keines wird. Und den Sinn des Lebens werd ich auch kaum finden. Ich werde die Suche dran geben. Schluß. Aus. Vorbei. Das war’s. Jawohl, ich gebe auf. Vermutlcih wird es ncoh einige Zeit dauern, bis ich es schlußendlich realisiert habe, aber das passiert schon noch. Jawohl – ich weiß, man sagt „Wer kämpft…“ und so weiter und so fort. Aber es geht einfach nicht mehr. Also geb ich auf. Weil ich weiß, dass ich eh verlieren würde, kämpfte ich weiter. Spar ich mir das.

Oder fang ich damit an, dass meine Mutter es in der vergangenen Woche innerhalb von zwei Stunden geschafft hat, mich nicht nur mit meinem vor knapp neun verstorbenen Bruder zu vergleichen, nein – sie hat es auch geschafft, mich dabei wie den Loser aussehen zulassen, der ich wohl denn dann tatsächlich bin. Nur hat sie es anders gesagt. Freundlicher – so auf Mutterart.

Also – echt jetzt, ne. Ich verschiebe jetzt auch mal meine Prioritäten. Und zwar von „kämpfen“ auf „einfach irgendwie überleben“. Vielleicht geht das ja ein bisschen besser.

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