das leben einatmen

konnt‘ nicht schlafen – bin ich draußen rumgelaufen, in der dämmerung – wenn schwarz langsam zu grau und dann zu blau wird und die welt rundherum aufwacht. arschkalt war’s gewesen. trotzdem am kanal entlangepilgert. dann saß ich an der künstlerzeche, als die sonne aufging. die luft war eiskalt und hat mir fast die lungen zerschnitten. aber – da hab ich mich lebendig gefühlt, hab das leben eingeatmet. auch wenn rund um mich herum alles ruhig war – kein autolärm, kein zug, nicht mal leicht vor sich hin plätscherndes wasser, aber leider auch keine vögel. nur sonnenstrahlen, frische luft und dunkelblauer, irgendwann strahlendhellblauer himmel. dann ein leichtes lüftchen, blätterrascheln, vogelgezwitscher und in der ferne ein zug, auf der autobahn hupt ein lkw. die welt ist schließlich doch aufgewacht. ich geh nach hause. in meine kleine welt. aber zufrieden.

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