Schatten der Vergangenheit

Ich hasse sie, die Geister der Vergangenheit. Egal, ob es die der jüngeren oder der älteren sind – in den meisten Fällen überfallen Sie mich mit Erinnerungen, die mich zum Heulen bringen. Ich will das nicht. Aber aufhalten kann ich es auch nicht. Ausgelöst werden diese Erinnerungen meistens durch die – natürlich! – kleinen Gesten, Taten oder Worte…
Da hat man sich gerade halbwegs berappelt – und bääääm! Schon sitzt man wieder da und weint vor sich hin, wohl wissend, dass es wirklich nichts bringt. Aber aufhören kann man auch nicht so einfach. Weil’s halt immer noch wehtut. Und weil die angebliche Wunderwaffe der Verdrängung wiedermal versagt hat. Und dann fängt man wieder an zu denken, zu überlegen, über das Warum und das Wieso und Weshalb. Und immer, immer immer wieder gelangt man zur gleichen Erkenntnis. Dass es seine Schuld ist, dass alles vorbei ist. Einfacher macht es das Ganze aber nicht wirklich. Und dann sitzt man da – verheult, resigniert, traurig und mit zittrigen Händen und will einfach nur noch alles Vergessen. Was aber nicht geht – denn immer dann, wenn man meint, das Schlimmste hinter sich gelassen zu haben, zuckt ein Gedanke, eine Erinnerung durch’s Hirn und man ist wieder mittendrin im schwarzen Loch. Soll das denn ewig so weitergehen?

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